MUSIKVOLLZUGSBEAMTER? | about

Matthias Hornschuh (pic: Hornschuh)
Matthias Hornschuh (pic: Hornschuh)

Anfang der 90er entschied ich mich, den Berufswunsch Orchestermusiker aufzugeben. Mir wurde klar: Dafür liebte ich sowohl die Musik als auch meine Freiheit zu sehr; ich war nicht geschaffen für ein Leben als Musikvollzugsbeamter.

Bereits während der Schule hatte ich mit der Geige die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Detmold gemacht und ein Jungstudium aufgenommen. Nach dem Abbruch des Studiums arbeitete ich an einer Karriere als Rockstar. Für Bielefelder Verhältnisse haute das sogar einigermaßen hin … Doch bereits in Hannover oder Köln endete der Weltruhm, und einige Jahre später ertappte ich mich dabei, als Hired Gun in einer Metal-Band die Songs Anderer zu spielen und Musik nach Dienstplan zu machen …

Heute bin ich Komponist, Musiker & Musikproduzent, Funktionär und Aktivist, Musikwissenschaftler, Kurator und Moderator und vermutlich noch manches mehr. Und ich fühle mich sauwohl damit: Ich habe die künstlerische Freiheit und die inhaltliche Offenheit gefunden, die ich immer gesucht habe – und darf meinem Bauch folgen und meinen Kopf benutzen, wenn mir danach ist.

Die Liebe zur Musik ist ungebrochen. Deswegen kämpfe ich politisch für die Möglichkeit, auch in Zukunft Musik machen zu können. Bis heute ist das Orchester mein liebstes Instrument.

 


 

INFO / CURRICULUM VITAE

MATTHIAS HORNSCHUH lebt und arbeitet als Komponist für Filmmusik und Hörspielmusik und als Musikproduzent in Köln.

MUSIK  Er komponiert für Medien- und Theaterproduktionen, stattet Freizeitparks mit Musik aus, schreibt und produziert Songs und befasst sich als Autor, Regisseur und freier Produzent mit Akustischer Kunst, Fußballbewegungsforschung, Sonifikation von Datenräumen und Kulturvermittlung.

Filme und Hörspiele mit Hornschuh-Musik waren auf fast allen großen internationalen Festivals zu hören und haben rund 100 Auszeichnungen erhalten. Referenzen (Auswahl): ABSEITSFALLE, DIE STAATSAFFÄRE, LISA SCHWIMMT SICH FREI, KOMEDA – A SOUNDTRACK FOR A LIFE, IRONCLAD 2: BATTLE FOR BLOOD, WIE MAN UNSTERBLICH WIRD, MOKOENA MOVING, DELIVERY.

Auszeichnungen (gemeinsam mit Andreas Hanten): Europäischer Förderpreis der GEMA, AKM, SACEM und Fondation SUISA bei der 4. Int. Filmmusik Biennale Bonn 2002, BEST ORIGINAL SCORE 2008 beim 24fps-Festival (Abilene, USA) für den Orchesterscore zum Animationsfilm DELIVERY (D 2005, R: Till Nowak).

LEHRE  Als klassisch ausgebildeter Musiker und studierter Musikwissenschaftler unterrichtet Hornschuh regelmäßig an verschiedenen Hochschulen und lotet mit seinen Texten den Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Praxis aus.

POLITIK  Als Speaker, Kurator und Moderator ist Hornschuh regelmäßiger Teilnehmer nationaler und internationaler Branchenveranstaltungen in den Bereichen Kulturpolitik, Urheberrecht, Kultur- und Kreativwirtschaft, Film- und Medienmusik.

Gründer und Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic e.V., Mitbegründer und Programmleiter SoundTrack_Cologne (2004 bis 2017). Vorstandsmitglied Kulturrat NRW, Stv. Leiter der AG “Musik in Beruf und Medien” im Landesmusikrat NRW, 2007 bis 2014 Jurymitglied Deutscher Hörbuchpreis.
Im Dezember 2014 präsentierte Hornschuh gemeinsam mit der Schriftstellerin Nina George und dem Filmemacher Niki Stein die “Forderungen der deutschen Urheber an den Gesetzgeber” in Berlin. Im Dezember 2015 hielt er eine der Keynotes auf dem „Zukunftskongress Urheberrecht“ in der Berliner Akademie der Künste.
Initiator und Moderator einer Arbeitsgruppe von Rechteinhabern, die unter dem Titel “Martial Arts – Auswege aus den Copyright Wars” neue gangbare Wege ausloten und aufzeigen möchte. (Mai 2015 / Mannheim, August 2015 / Köln, September 2015 / Essen).

Funktionen & Mandate:
– Vorsitzender mediamusic e.V. | berufsverband medienmusik
– Vorstandsmitglied Kulturrat NRW
– Stv. Präsidiumsmitglied Landesmusikrat NRW
– Stv. Mitglied Landesmedienkommission NRW
– Delegierter in der Initiative Urheberrecht
– persönliches Mitglied im Branchenforum Kultur- und Kreativwirtschaft Köln
– Delegierter im Fachausschuss Urheberrecht des Deutschen Kulturrats

[stand: März 2018]