LEHMANN – DER LETZTE KULTURDIPLOMAT

Am 14.11.2020 wird der langjährige Präsident der Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, verabschiedet. Eine prägende und beeindruckende Figur der deutschen Kulturgeschichte, wie es wohl kaum eine zweite gibt. Ob mit der deutschen Nationalbibliothek, als Mastermind der Berliner Museumsinsel oder eben als Goethe-Präsident: Der prägende Einfluss Lehmanns wird über Generationen spürbar bleiben.

Und ausgerechnet in dem Jahr seines achtzigsten Geburtstags, dem Jahr, in dem er sich aus der aktiven Kulturpolitik verabschieden wird, trudelt die weltweite Kulturszene in eine globale Pandemie. Darunter leider auch sein Abschied: Onlineevent statt Staatsakt in München.

Die beiden Filmemacher Rainer Traube und Willie Schumann haben dem großen alten Herrn im Auftrag der Deutschen Welle und des Goethe-Instituts ein filmisches Denkmal gesetzt. Ein würdevolles, ein Andenken, aber keine Anbetung.

An diesem Film, zu diesem Thema mitarbeiten zu dürfen, war mir ein Anliegen und ein Fest.
Von der inspirierenden und respektvollen Zusammenarbeit mit den Filmemachern, über den wunderbaren Protagonisten und Namensgeber des Films und dessen Lebenswerk, bis zu den betörenden Bildern Willie Schumanns. Auch, und nicht zuletzt, von der Corona-Krise. Dieser Film, in den diese Krise langsam und unaufhaltsam hineinkriecht, könnte sich als Zeitdokument erweisen. Umso schöner, dass ich die Musik beisteuern durfte.

Die Viola hat Julia Heygster beigesteuert, das Cello Andreas Hanten.

LEHMANN – DER LETZE KULTURDIPLOMAT
TV-Premiere, SO 15.11., Deutsche Welle, 17:30
Sendetermine: 
DW Deutsch+

MO 16.11.2020 – 02:00 UTC
MO 16.11.2020 – 14:15 UTC
DI 17.11.2020 – 03:15 UTC 

Vancouver UTC -8 | New York UTC -5 | Sao Paulo UTC -3  
    
DW Deutsch

SO 15.11.2020 – 17:30 UTC
MO 16.11.2020 – 01:30 UTC
MO 16.11.2020 – 13:03 UTC
DI 17.11.2020 – 03:15 UTC
DI 17.11.2020 – 10:15 UTC
MI 18.11.2020 – 08:30 UTC

Neu-Delhi UTC +5,5 | Bangkok UTC +7 | Hongkong UTC +8

Mini-Update: TV-Termin & Soundtrack-VÖ

Anfang Juni habe ich begonnen, einen längeren Text über Corona & Kultur zu schreiben, doch der ist irgendwo unterwegs auf der Strecke geblieben.  Mir hat es in den letzten Monaten ein bisschen die Sprache verschlagen, zumindest, was längere oder gar essayistische Texte angeht. Und auch aktuelle Meldungen sind durch Corona bedingt schlicht auf der Strecke geblieben. Dabei ist so wahnsinnig viel passiert, gab es so viel zu tun und so Viele zu retten …

Doch während ich die Musik zu einem neuen Dokumentarfilm schreibe und zwei fertige Filme mit meiner Musik Corona-bedingt immer noch ihrer Veröffentlichung harren, gibt es ein paar tagesaktuelle News.

TV-Premiere

Am 31. August um 22:25 ist auf 3Sat erstmals die 90-Minuten-Version von DIE WELTMEISTERINNEN zu sehen und hören. Dabei handelt es sich um die TV-Fassung der Kino-Doku DAS WUNDER VON TAIPEH (Regie John Seidler). Unter uns: Ich würde ausdrücklich empfehlen, sich stattdessen die DVD des Kinofilms zu bestellen, den VoD-Stream abzuwarten oder einfach demnächst in eines der besseren Programmkinos zu gehen, die den Film mit etwas Glück noch mal für die eine oder andere Woche wiederaufnehmen werden. 

Das lohnt sich.

Internationale Premiere

DAS WUNDER VON TAIPEH hat unterdessen die Reise um die Welt angetreten: Mitte August fand die internationale Premiere unter dem Titel THE MIRACLE OF TAIPEI / EL MILAGRO DE TAIPEI beim SANTIAGO FESTIVAL INTERNACIONAL DE CINE in Chile statt. 
Weitere Festivals stehen an.

OST-Release

Die Musik beider Filme befindet sich auf dem Soundtrack DAS WUNDER VON TAIPEH – Go Out And Play! Original Soundtrack by Matthias Hornschuh Den hat Filmemacher John Seidler auf Facebook kommentiert wie folgt:

„Can’t say how much I love the soundtrack to our movie DAS WUNDER VON TAIPEH / THE MIRACLE OF TAIPEI / EL MILAGRO DE TAIPEI which was released recently. And how much I respect the composer Matthias Hornschuh. No matter what temperature – go out and play! Der Soundtrack zum Film DAS WUNDER VON TAIPEH. Danke für eine glückliche Zusammenarbeit lieber Matthias! Ich bin glücklich, dass es diesen Soundtrack jetzt in perfekt gemasteter Fassung gibt!“

Was soll ich sagen: Danke, John; es war mir ein Fest!
Mein Dank gebührt übrigens auch Bob Humid fürs Mastering, Bernd Keul für seine Virtual Erhu-Impro, Christoph Zirngibl an den Drums des Titeltracks und Andreas Weidinger, der das Drumset aufgenommen hat.

Den Soundtrack findet Ihr überall, wo es Musik als Stream oder Download gibt, beispielsweise hier: Deezer / Apple Music / YouTube usw.

 

Das Wunder von Taipeh im Kino!

Eigentlich war nur eine Kinotour geplant, doch nun läuft Das Wunder von Taipeh seit gestern regulär im Kino – und wird. soviel kann schon verraten werden, auch international ausgewertet werden. 

Nach den euphorischen Reaktionen auf den Festivals in Hof, Lünen, Würzburg und Köln, nach Tagesthemen, Aspekte, West-Art, Titel-Thesen-Temperamente und Lobhudeleien in Radio und Printmedien einschließlich der 11 Freunde wird also auch ein breites Publikum die Chance erhalten, John Seidlers wunderbare, lustige und berührende Doku auf der großen Leinwand und mit großem Ton zu erleben. 

DAS WUNDER VON TAIPEH: Plakat


Am27.02.2020 fand im Cineplex in Bergisch-Gladbach eine bis auf den letzten Platz ausverkaufte Premiere statt – auf Einladung des Bürgermeisters und in Anwesenheit der Protagonistinnen und des Teams.

Wir alle freuen uns riesig und wären glücklich, wenn Ihr alle ins Kino gehen und unser Baby unterstützen würdet. Wo der Film wann läuft, ist HIER zu finden.

Hier ein paar Kritikerstimmen:
BR | Deutschlandfunk | Morgenpost (Vangelis?!?!?!) |  ZDF Volle Kanne | WDR WestArt | Kölner StadtAnzeiger  

Tarnkappe.info: Gegendarstellung

GEGENDARSTELLUNG

Im Artikel „EU-Urheberrechts-Umsetzung: Fachgespräch im Bundestag sorgte für Konsens und Kritik“ vom 08.02.2020 auf Tarnkappe.info behauptet die Autorin Antonia, ich hätte folgende Äußerung gemacht: 

Matthias Hornschuh, Filmkomponist, Aufsichtsratsmitglied GEMA und Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic, weist darauf hin, dass die im vergangenen Jahr heftig geführte Auseinandersetzung über Uploadfilter und die im Anschluss daran verabschiedete EU-Urheberrechtsnovelle als „Einknicken der Politik vor dem Mob auf der Straße“ gelten würde, berichtet golem.

Das habe ich nicht gesagt: nicht so und nicht so ähnlich, nicht im fraglichen Fachgespräch und nicht an anderer Stelle. Ich bin der festen Überzeugung, dass es das gute Recht eines jeden Menschen  ist, sich demonstrierend gegen Dinge bzw. Entwicklungen zu wehren, die ihn ängstigen. Meine Kritik richtet sich daher gegen diejenigen, die diese Angst gezielt erzeugen, um sie sich für politische und oder wirtschaftliche Zwecke zunutze zu machen, und nicht gegen die Demonstrationsteilnehmer:innen.

Die Quelle Golem verwendet dieselbe demagogische Formulierung, legt sie mir aber immerhin nicht als Zitat in den Mund.

 

Offenbar ungeprüft und zudem sinnverändernd wurden zudem weitere Äußerungen und Aussagen von Golem als Tatsachenbehauptungen übernommen, obwohl ein Quellencheck anhand des immerhin vollständig abrufbaren Streams der Veranstaltung möglich gewesen wäre. 

Ich habe selbstverständlich nicht gesagt, die Künstler fühlten sich „getrennt vom demokratischen System“. Was für ein Unsinn: Immerhin saßen hier gerade mehrere Künstler:innen im Deutschen Bundestag und beteiligten sich an einer politischen Debatte.

Tarnkappe.info berichtet zudem folgendes über mich:

Ansonsten bezeichnete er die neuen EU-Vorgaben als zu vage. Einziger Pluspunkt wäre der europaweite Anspruch auf eine angemessene Vergütung: „Weiter als mit dieser Richtlinie konnten sich die Urheber nicht bewegen. Wir gehen in die kollektive Nutzung hinein“.

Das habe ich so nicht gesagt. Die vorgeblichen Äußerungen sind sinn- und zusammenhangslos. Zu den Sätzen im Einzelnen:

  • >>Ansonsten bezeichnete er die neuen EU-Vorgaben als zu vage.<< Das habe ich nicht gesagt, weil ich es nicht so sehe.
  • >>Einziger Pluspunkt wäre der europaweite Anspruch auf eine angemessene Vergütung:<< Das habe ich so nicht gesagt: Es ist keineswegs der einzige Pluspunkt, aber ein enormer Erfolg der Richtlinie, alle Urheber:innen europaweit auf ein einheitliches Schutzniveau zu hieven. Dass dieser Satz mit einem Fragezeichen endet, macht mich ratlos, hat er doch nicht das mindeste zu tun mit dem Satz, der auf ihn folgt …:
  • >>“Weiter als mit dieser Richtlinie konnten sich die Urheber nicht bewegen.<< Das habe nicht gesagt – zumindest nicht wörtlich. Der Sinn der falsch wiedergegebenen tatsächlichen Äußerung stellt nicht auf die Gesamtrichtlinie ab, sondern konkret auf Artikel 17 (vormals Artikel 13) in Verbindung mit den Artikeln 2 und 12 (vormals 9a). Damit nämlich Plattformen wie YouTube, Facebook etc. umfassende pauschale Lizenzen erwerben können, was die Richtlinie vorsieht, müssen die Urheber:innen, die Leistungsschutzberechtigten und ihre Partner diese Rechte zunächst in kollektive Systeme einbringen, und das möglichst vollständig. Das heißt für uns Urheber:innen ganz konkret, dass wir unsere grundrechtlich verbürgten, d.h. persönlichkeitsrechtlich bedingten Exklusivrechte (Bearbeitungsrecht, Filmherstellungsrecht etc.) kollektivieren müssen; damit setzen wir die einzige Verhandlungsmasse, die wir haben, ein, um einen Kräfteausgleich zwischen Inhalteanbietern, Nutzern und Plattformen zu ermöglichen. Mehr geht nicht, denn über mehr verfügen wir nicht.
  • >>Wir gehen in die kollektive Nutzung hinein“.<< Das habe ich nicht gesagt: Der Satz ist kompletter Nonsens. Wir befinden uns längst in einem System kollektiver Lizenzierungen, welches je nach Werkgattung unterschiedlich tief und weit ausgeprägt ist. Kollektivlizenzen und ihre Träger, die treuhänderischen Verwertungsgesellschaften (VG), werden durch die Richtlinie nachhaltig gestärkt, weil anders die angestrebte umfassende Pauschallizenzierung nicht möglich ist. Quasi einstimmig plädiert die Branche zudem für die Einführung des sog. Extended Collective Licensing (ECL), mit dem auch diejenigen Inhalteanbieter (bspw. User Generated Content etc.), die keine VG-Mitglieder sind, durch die Pauschallizenzen erfasst werden können, womit ihnen übrigens ein Vergütungsanspruch entstehen wird.


Matthias Hornschuh, 10.02.2010 | Diese Gegendarstellung ist auch auf tarnkappe.info erschienen.

2020! Frohes Neues Jahr!

Deutscher Wehrmachtsbunker in Jütland
Dänische Nordseeküste

Für mich hat das runde neue Jahr mit einer längeren und dringend nötigen Pause begonnen. Das vergangene Jahr war mehr als vollgepackt, mit Politik und (Film-)Musik und glücklicherweise auch mit dem Anschieben spannender Projekte für 2020. So befriedigend das alles inhaltlich und künstlerisch auch war, es war auch kräftezehrend. Umso schöner war, den Jahreswechsel an der Nordsee zu genießen.

 

Das neue Jahr beginnt Kino- und TV-Terminen. Neues und Älteres bunt gemischt. So wird auf Sat1 Emotions etwa derzeit DIE STAATSAFFÄRE wiederholt, eine RomCom (Sat1 2013) mit Veronica Ferres als Bundeskanzlerin (don’t ask …), mit viel Musik von Helmut Zerlett und mir, die ich auch nach Jahren immer wieder gerne höre.  Wie und wo man das empfängt? Ganz ehrlich: keine Ahnung.

Das NRW-Dokumentarfilmfestival Stranger than Fiction hat DAS WUNDER VON TAIPEH als Eröffnungsfilm ausgewählt; am 31. Januar kann man große Teile des Teams – und auch mich – im Filmforum NRW zur Köln-Premiere treffen. Anschließend ist der Film im Zuge des landesweiten Festivals in ausgewählten Kinos in NRW zu hören. HIER kann man nachlesen, wann und wo was läuft.

Bereits am 26. Januar findet in Köln die Teampremiere des dystopischen Spielfilms SANITATEM (AT) statt, für den ich in der zweiten Jahreshälfte 2019 rund 80 Minuten Musik geschrieben habe. Dazu später mehr.

Noch in diesem Monat wird zudem die kleine, aber feine Kurzdoku VOICELESS von Maite Hundt fertig werden. Auch dazu später mehr.

Für die MusikWoche habe ich zum Jahreswechsel (m)einen persönlichen Jahresausblick 2020 formuliert.

DAS WUNDER VON TAIPEH beim Kinofest Lünen

Nach Hof ist vor Lünen.
Die NRW-Premiere von John Seidlers DAS WUNDER VON TAIPEH findet im Rahmen der Jubiläumsausgabe (30 Jahre!) des wunderbaren Kinofests Lünen statt. Der Film startet im Wettbewerb um den Dokumentarfilmpreis RuhrPott.



Freitag, 15.11.2019 um 17:45 Uhr im Kino 1
Cineworld Lünen, Im Hagen 3, 44532 Lünen

Ich freu mich drauf, meinen Score im großen Kinosaal zu erleben!

Buchveröffentlichung „Medienwandel kompakt 2017-2019“

Hier auf meiner Seite hat ab Mitte 2018 ein wesentlicher Teil meines Einsatzes für die EU-Urheberrechtsrichtlinie stattgefunden. Konkret haben diejenigen längeren Texte von mir hier eine Heimat gefunden, die gedacht, formuliert und veröffentlicht werden mussten, ohne dass es in dem Moment einen konkreten Abnehmer gegeben hätte. 
Darunter ein längeres Essay mit dem Titel DIGITALER FEUDALSIMUS, an dem der MDR seinerzeit übrigens besonders die „Farbverläufe“ (es sind keine) der „Bebilderung“ erwähnenswert fand. Was viel darüber erzählt, auf welch unsäglichem Niveau große Teile der Debatte zu verorten sind.

Diesen Text hat Prof. Dr. Jan Krone nun in seinen pünktlich zur Frankfurter Buchmesse bei Springer erschienenen Sammelband MEDIENWANDEL KOMPAKT 2017-2019 aufgenommen. Ohne bunte Bildchen, wohlgemerkt.

Ein Blick in die Autorenliste lässt mich bezweifeln, dass sich alle Autoren gleichermaßen darüber freuen, miteinander in diesem Band versammelt zu sein. Ich jedenfalls freue mich, denn dieser Text bedeutet mir viel.

 

DAS WUNDER VON TAIPEH in Hof 2019

DAS WUNDER VON TAIPEH
Kinodoku, D 2019,
von John David Seidler,
Corso Film mit WDR & 3Sat, 
mit meiner Musik,
erlebt die Uraufführung der Kinofassung auf den Hofer Filmtagen 2019.

Premiere:
Fr 25.10.2019 um 21.15 (Regina)

Festivalscreenings:
Sa 26.10., 16.00 (Casino) und
So 27.10., 16.00 (Central).

https://hofer-filmtage.com/festival-2019/festivalfilme-2019

Vorabinfo Hofer Filmtage:
DAS WUNDER VON TAIPEH
Regie: John David Seidler (D)
1981 fand in Taiwan eine erste Fußballweltmeisterschaft der Frauen statt – zu einer Zeit, als der DFB den Frauenfußball, der in Deutschland bis 1970 offiziell verboten war, mehr duldete als förderte. Da keine Frauennationalmannschaft existierte, wurden die deutschen Rekordmeisterinnen der SSG 09 Bergisch Gladbach nach Taipeh eingeladen. Sie mussten ihre Reisekosten selbst bezahlen – und holten prompt den Titel. Im Jahr darauf wurde dann die erste Frauen-Nationalmannschaft innerhalb des DFB ins Leben gerufen.
https://hofer-filmtage.com/spannendes-vom-dokumentarfilm/

Ausgezeichnet! Danke, VUT!

Die überaus tollen Leute vom VUT finden mein kulturpolitisches Engagement so „unermüdlich“ und „unaufgeregt“, dass sie mir ihren VIA-Sonderpreis gegeben haben.

Nun bin ich nach einer Woche Hamburg für zwei Nächte zu Hause, bevor es schon wieder in politischen Dingen nach Berlin geht, und muss sagen:

Nicht zu fassen!  Danke, VUT!

Aber der Reihe nach …

„Wie man unsterblich wird“ auf WDR5

[Edit: Oops. Da habe ich doch glatt vergessen, diesen Beitrag zu veröffentlichen. Dabei ist der definitiv zu schade zum Gelöschtwerden. Und das Hörspiel gibt’s ja im Übrigen auch auf CD.]

Am Pfingstwochenende 2019, genauer am 9. & 10.6., ist auf WDR5 (19:04) die Wiederholung eines absoluten Lieblingsprojekts zu hören. In zwei Teilen wird das WDR-Kinderhörspiel WIE MAN UNSTERBLICH WIRD nach dem absolut herausragenden Roman von Sally Nicholls ausgestrahlt.

Das war eines dieser Projekte, bei denen man von der ersten Minute an weiß, dass etwas Großes entsteht. Eines, wie man es nur alle paar Jahre in die Finger kriegt: bedeutsam, berührend, bleibend und seinerzeit daher mit quasi jedem deutschen Hörspielpreis ausgezeichnet.

WIE MAN UNSTERBLICH WIRD
WDR 2009
Hörspielbearbeitung: Karlheinz Koinegg

Komposition: Andreas und Matthias Hornschuh

Regie: Angeli Backhausen

Redaktion: Ulla Illerhaus

>>“Ich heiße Sam. Ich bin elf Jahre alt. Ich sammle Geschichten und interessante Tatsachen. Wenn du das hier hörst, bin ich vermutlich tot.“ Hallo?! Ein Hörspiel über einen Jungen, der nicht nur so gut wie tot ist, sondern vielleicht sogar tatsächlich stirbt? Okay, es war zuerst ein Buch. Sally Nicholls hat die komische, todtraurige Geschichte des elfjährigen Sam und seines Freundes Felix erzählt, die beide an der unheilbaren Krankheit Leukämie leiden und trotzdem ihren Humor nicht verlieren. „In Büchern geht es doch immer nur um Kinder, die die Welt retten oder solche, die in der Schule verprügelt werden. Über uns würde ja keiner schreiben.“ Genau! Deshalb schreibt Sam lieber gleich selber auf, was er darüber denkt.<< (WDR)

WDR-Seite mit Höreindruck: https://kinder.wdr.de/…/h…/wie-man-unsterblich-wird-104.html

Eine kleine und ganz objektiv betrachtet vollkommen berechtigte Lobhudelei findet man hier beim OhrCast 89-2: https://www.youtube.com/watch?v=vzzPwk6WxYI#t=22m52s

Weitere Infos: http://www.hoerspieltipps.net/ohrcast/ohrcast89.html

Das Hörspiel wurde von Igel Records auf CD veröffentlicht.

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Übrigens: Wer an Leukämie erkrankt, dessen Leben hängt davon ab, ob ein passender Stammzellenspender gefunden wird. Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass mir das nicht nur wegen dieses Hörspiels am Herzen liegt.
Bei der DKMS, kann man sich typisieren lassen. Kost nix, tut nicht weh, rettet Leben. Machen!